Donnerstag, 29. Oktober, in der DANK-BAR im Pfarreiheim St. Wolfgang
- 14 bis 16 Uhr: Kaffee und Kuchen
- 16 bis 18 Uhr: Happy Hour Apéro, zubereitet von Pfadi und Blauring
Was uns an diesem Nachmittag wichtig ist:
- Care-Arbeit sichtbar machen
- Danke sagen
- Dank erhalten
- Sich informieren und austauschen
- Zusammensitzen und geniessen
Das möchten wir gemeinsam tun
Am Donnerstag, 29. Oktober, möchten wir in einem «Begegnungs-Café Spezial» die Fragen diskutieren, die du weiter unten im Text findest. Wir möchten das Licht auf die Care-Arbeit richten, uns Geschichten erzählen über unsere persönliche Sorge-Arbeit und uns darüber austauschen, was für uns Lebensqualität und ein gutes Leben für alle bedeutet. Wir möchten bei Kaffee und Kuchen zusammensitzen und den Nachmittag bei einem Apéro ausklingen lassen. Und an diesem Anlass allen sorgenden und fürsorglichen Menschen Dank aussprechen.
Wir freuen uns, wenn du dabei bist, und auf viele weitere Besucherinnen und Besucher.
Sorge-Arbeit: Worum es am Care-Tag geht
Im Jahr 2023 hat die UNO den ersten Internationalen Care-Tag ausgerufen, der sich jährlich am 29. Oktober wiederholt. An diesem Tag soll auf der ganzen Welt die Care-Arbeit sichtbar gemacht und gewürdigt werden.
Das englische Wort «Care» heisst ins Deutsche übersetzt Fürsorge, aber auch Achtsamkeit, Obhut, Pflege und Umsicht. «I care» bedeutet zudem: Es ist mir nicht egal. Das englische Care ist ein etwas weiterer Begriff als unser deutsches Wort Sorge und wird deshalb auch in unserem Sprachgebrauch verwendet.
Sorge-Arbeit – ein wichtiges Fundament
Die Sorge-Arbeit ist eine erfüllende, sinnstiftende, bereichernde und befriedigende Tätigkeit. Sie ist zudem ein lebensnotwendiges Fundament unserer Gesellschaft und der Wirtschaft. Ohne die vielen Menschen, die sich tagtäglich um Kinder kümmern, unterstützungsbedürftige Angehörige pflegen, den Menschen in Not helfen und Freiwilligenarbeit leisten, würde die Wirtschaft sofort zusammenbrechen. Keine Erwerbsarbeit ist möglich ohne vorher geleistete Sorge-Arbeit. Care ist systemrelevant. Seit einigen Jahren wird die unbezahlte Care-Arbeit statistisch erfasst. Für die unbezahlte Care-Arbeit wird 14 Prozent mehr Zeit aufgewendet als für die bezahlte Erwerbsarbeit.
Unbezahlt oder unterbezahlt
Obwohl die Sorge-Arbeit den Boden legt, dass Wirtschaften überhaupt möglich ist, wird sie als Privatangelegenheit angesehen oder sie ist unterbezahlt wie in den klassischen Tieflohnbranchen. Menschen, die in lebensnotwendigen Bereichen tätig sind, arbeiten oft für Löhne, die ihnen nicht zum Überleben reichen. Menschen, die für Haushalt, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen sorgen oder sich für das Gemeinwohl engagieren, sind stärker von finanzieller Unsicherheit betroffen, wenn sie aufgrund von betreuerischen Pflichten ihr Erwerbsarbeitspensum reduzieren müssen.
Was wäre, wenn …?
Was wäre, wenn diese Sorge-Arbeit in den Bilanzen der Wirtschaft mitgerechnet und im Bewusstsein aller mehr gewürdigt würde? Was bräuchte es, dass Armut und Überlastung aufgrund von unbezahlter oder unterbezahlter Care-Arbeit nicht mehr normal wären? Was wäre, wenn alle Menschen gleichberechtigt genügend Zeit für Sorge und Fürsorge hätten, wenn die Erschöpfung abnehmen würde und auch der Selbstfürsorge genügend Raum gegeben würde? Wenn auch die Pflege und Erhaltung einer intakten Umwelt ins Zentrum rücken würden?
Chris Feger und das Vorbereitungsteam