Rückblick von Franziska Keller

Dies ist mein letztes Editorial, und ich blicke auf viele erfüllte Jahre in unserer Pfarrei zurück.

Angefangen hat mein Wirken hier mit dem «anderen Gottesdienst» in der Unterkirche, jeweils am Sonntagabend, zusammen mit P. Basil. Erst im Ehrenamt, und dann wurde ich Teil des Seelsorgeteams. 17 Jahre lang war ich für die vier Ressorts verantwortlich:

Erstkommunion im Dorf und den Vierteln, Rektorat Religionsunterricht an der Primar- und Oberstufe der Schulen Einsiedeln, Präses des Blauring Einsiedeln, und die Familienpastoral,
die ich aufbauen durfte.

Ein tief empfundenes Adieu und Danke

Nun ist der Moment gekommen, Adieu zu sagen, und von Herzen für die wunderschöne Zeit und die unzähligen, bereichernden Begegnungen zu danken. Einige Wegbegleiterinnen
und Wegbegleiter werde ich besonders vermissen:

Die Mädchen und jungen Frauen im Blauring

Ihr habt meine eigene Jugendlichkeit erhalten. Durch eure Fragen, eure Offenheit und eure Lebensrealität wurde ich immer wieder aufs Neue herausgefordert – auch die Frage, wie können wir heute als Kirche noch attraktiv und nah bei den Menschen bleiben? Nach den BlueSingers-Proben haben wir oft lange bis Mitternacht an unserem Stubentisch über Gott und die Welt philosophiert. Die Sommerlager mit den Pyjamagottesdiensten frühmorgens, die durchgemachten Nächte, und das Lachen bis der Bauch wehtut, werde ich nie vergessen. Und unsere Chilbi mit der «irish lounge» – in diesem Jahr zum letzten Mal in der Klostergarage. Danke für diese lebendige Dynamik.

Die Religionslehrpersonen

Ihr seid ein bunter Strauss an wunderbaren Frauen, die mit den Kindern und Jugendlichen auf demWeg sind, und mit ihnen den Glauben erlebbar und spürbar machen. Unsere internen Weiterbildungen haben uns gezeigt, wie vielfältig wir sind, und wie stark wir als Team zusammen funktionieren.

Die Begegnungen im Alltag

Unzählige Begegnungen mit den verschiedensten Menschen unserer Pfarrei, rund ums Kloster, vor oder nach den Gottesdiensten, an einer Veranstaltung, auf einer Bank am Sihlsee, unterwegs auf der Strasse.

Die vielen Engagierten

Ein herzlicher Dank geht an die verschiedenen Menschen in den verschiedenen Teams, mit denen ich zusammengearbeitet habe, und die Frauen und Männer in den Pfarreivereinen.

PULS – Nah am Herzschlag der Menschen

Der wohl grösste und tiefste Dank nach 17 Jahren intensiver Arbeit geht an die Leute vom Familienträff. Unvergessen bleiben mir unsere Klausuren in St. Gerold, wo wir diskutiert und philosophiert haben, inspiriert wurden, Ideen gesponnen, verworfen, und viele davon mutig umgesetzt haben. Ein kleines Potpourri aus unserer Zeit: 25 Jahre Sunntigsfiir, Chinderfiir, Dinieren und Diskutieren, Osterateliers mit Osterfiir, Begegnungswochen mit dem Karawagen, «chosen»-Abende, Adventsfenster, «Füür im Advent», Ostern unterwegs, «5ab 8i-Generationenträff», Samstigmorgekafi, «Anam cara», Rorate mit Frühstück in der Kapelle des Hotels Allegro, Lichtfiir, «de gschänkti Tag i de Chlostergarage», Chile-Stammtisch, «mission possible»-Kurs, Familiengottesdienst in der Jugendkirche,
Pfingstweekends für Familien, «Beer & Beyond», «Ladies night», Seelenmoment, Stammtisch im Langrütigärtli und noch ein paar Momente mehr… Vor drei Jahren wandelten wir unseren Namen «Familienträff» in «PULS – Begegnung im Glauben.»: Nah am Herzschlag – nah beim Menschen – ImPulse gebend – und vor allem: immer am Puls der Zeit zu sein. Das war und ist uns – ist mir – ein ganz grosses Anliegen. Und dann «church to go» – unser Enzo, der alte, stinkige Ape Piaggio mit der Kaffeemaschine, mit dem wir losgefahren sind, um irgendwo anzuhalten, um den
Menschen zu begegnen, da wo sie sind – so wie Jesus es auch getan hat.

«Church to go» und die PULS Leute: Markus Keller,
Marcel Winet, Franziska Keller, Markus Thoma.
Bild: Marianne Auf der Maur

Und danke dir und Ihnen, den oder die ich jetzt nicht erwähnt habe.
Danke für die gemeinsame Zeit.

Franziska Keller

Katholisches Pfarramt Einsiedeln
Eisenbahnstrasse 24
8840 Einsiedeln

055 424 53 11
sekretariat@pfarrei-einsiedeln.ch