Wofür ein Pfarreiheim?

Wofür ein Pfarreiheim?

«Für was braucht Ihr überhaupt ein Pfarreiheim?» Diese Frage wurde mir vor ein paar Tagen gestellt. Ich musste zuerst genau hinhören, um herauszufinden, ob die Frage als Scherz gemeint war. Sie war es nicht. Nicht allen ist bewusst, was in unserer Pfarrei alles läuft und wofür wir ein Pfarreiheim brauchen. Ich möchte daher gerne einmal aufzählen, welche Aktivitäten dort stattfinden werden - abgesehen von den Anlässen, die ein Pfarreiheim (wenn es denn vorhanden ist) zusätzlich und spontan möglich machen würde. Erlauben Sie mir eine freie Aufzählung ohne roten Faden und ohne Angabe der Anzahl der verschiedenen Anlässe.


Bestehende Anlässe

Erstkommunionvorbereitung mit Elternabend; Firmvorbereitung; Versöhnungsweg mit Elternabend; Veranstaltungen des Frauenvereins, der KAB und der Kolpingfamilie (Kurse, Vorträge, Mittagessen, Alleinstehendenabende, Strickstübli, Vorstandssitzungen, etc.); Blauring Vorstandssitzungen, Leiterinnenhöcks, Gruppenstunden, Scharanlässe, Krippenspielvorbereitung, Elternabende, Lagerrückblick, etc.; Elternabend Religionsunterricht Oberstufe; Bibel- und Gebetskreis; Sunntigsfiir; Alphalive; Neujahrsapéro; Suppenzmittag; Kirchgemeindeversammlung; Sitzungen des Kirchenrats, des Kirchenratsbüros, des Seelsorgerates und des Seelsorgeteams; Frühstück nach Rorate-Gottesdiensten; Chinder Chile; Chile Kafi; Dankesessen für die ehrenamtlich Tätigen; Fastengruppe; Advents- und Weihnachtsfeiern des Frauenvereins, der KAB und des Familienträffs; Apéros nach besonderen Feiern in der Jugendkirche, nach Taufen und Hochzeiten; Versammlungen von überregionalen kirchlichen Organisationen; Sitzungen des Katechetenteams, des Erstkommunion-Teams, der Kantoren- und Lektorengruppe; Sitzungen von ‘Einsiedle mitenand’; Weiterbildungskurse; Proben und Betreuung Sternsingergruppe; Projekttage Oberstufe; Herstellen der Heimosterkerzen; Palmbinden; Dekanatsversammlungen; Generalversammlungen von kirchlichen und weiteren Vereinen; Chorprobe Singkreis St. Cäcilia; Ministrantenhöcks; Projekte Religionsunterricht; Arbeitsraum und Bibliothek für die katechetisch Tätigen; Pfarreisekretariat; Büroräumlichkeiten für die Seelsorgenden und den Kirchenrat (Verwaltung); Begegnungsort mit Café; Seelsorgegespräche; Vorbereitung auf Taufe und Hochzeit; Beichtgespräche; Trauergespräche; dies alles mit behindertengerechtem Zugang zum Pfarramt und allen Veranstaltungen im Pfarreiheim.


Weitere Perspektiven

Die Liste könnte mit weiteren Einzelanlässen fortgeführt Wir wollen hier aber nicht stehenbleiben. In Pfarreien der näheren und weiteren Umgebung lässt sich eine interessante Beobachtung machen: Dort, wo in den vergangenen Jahren geeigneten Räumlichkeiten in der Nähe der Kirche geschaffen wurden, hat sich eine eigene Dynamik entwickelt: Es gibt spontane Treffen, neue Ideen können umgesetzt werden, nach den Gottesdiensten können Menschen in anderer Umgebung zusammenkommen und Gemeinschaft erleben. Das erhoffen wir uns auch von unserem Pfarreiheim: dass es ein Ort wird, an dem Menschen sich treffen, sich in schönen wie schwierigen Momenten ihres Lebens willkommen fühlen, in Dialog miteinander treten, ihren Glauben vertiefen können, wo sie mit anderen verweilen oder aktiv sind, Initiative ergreifen und Gemeinschaft erfahren können – ein Ort, an dem unsere Pfarreigemeinschaft daheim ist.

«Für was braucht Ihr überhaupt ein Pfarreiheim?» Ich hoffe, dass diese Überlegungen eine Antwort auf diese Frage geben.

P. Basil Höfliger

Kath. Pfarramt
Kloster
8840 Einsiedeln
055 418 62 11
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