Projekttag Firmung

Mit den Worten: «Der Firmweg ist wie ein Fluss, mal fliesst er ruhig, mal wild und tosend. Ihr alle seid wie eine Quelle, welche zusammen zu einem grossen Fluss wachsen und mit der Firmung in einen See münden. Danach findet jeder in seinem eigenen Tempo, den Weg zum Meer.» Mit diesen Worten begrüsste Firmleiterin Cornelia Pichler Ganz die Firmanden. Spätestens nach dem eindrücklichen Kurzfilm zum Thema Wasser wurde den Jugendlichen bewusst, wie gut es uns geht, steht uns doch immer und überall sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Beim gemeinsamen Abendessen konnten sich die Jugendlichen bereits am Freitag näher kennenlernen. Step by Step ging es am Samstag weiter. Von der Befindlichkeits- plus Motivationsrunde, zu den Impulsen und Ideen was jeder selber zu einem gelungenen Tag beitragen kann, bis hin zum Besinnen auf die eigenen Werte, welche einem im Leben wichtig sind, festgehalten in den Fingern der aufgezeichneten Hand.

Back to the roots
Abt Urban führte die jungen Erwachsenen hinter die Klostermauern. Gleich zu Beginn durften sie im wunderschönen Mauritiussaal, in welchem alle wichtigen Sitzungen vom Kloster geführt werden, Platz nehmen. Gespannt lauschten sie den Informationen von Abt Urban auf dem Rundgang in sonst nicht öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten. So erhielten sie viel Insiderwissen über das Klosterleben. Beeindruckt waren die Jugendlichen vom uralten Dachstock. Einige kamen auf die Idee, was für eine coole Wohnung oder Partyraum das gäbe.

Angeregt wurde im Kreativworkshop diskutiert, welche Werte den jungen Leuten wichtig sind. «Toleranz, Familie, Sorge zur Umwelt, Ehrlichkeit» dies, nur ein paar Beispiele welche als wichtig empfunden wurden. Kreativität war beim Gestalten des persönlichen Schirmes gefragt. Überwältigt waren sie vom Angebot der Sozialeinsätze. Jeder Firmand wird aus den 25 Angeboten einen Sozialeinsatz absolvieren.

Zum Glauben gehört auch zu Zweifeln?
Gestärkt durch das feine Mittagessen, stand am Nachmittag die Auseinandersetzung des Glaubensbekenntnisses und die Gottesbilder im Zentrum. Angeregte Diskussionen entstanden beim Thema « Kirchenstruktur/Sakramente.» Was bedeutet eigentlich Kirche? Bin ich auf dem richtigen Weg? Glauben muss wachsen und zum Glauben gehört auch immer wieder zu Zweifeln, zu hinterfragen und zeitweise tiefer in der eigenen Quelle zu graben. Zur Ruhe kamen die Jugendlichen beim Workshop mit Samuel Staffelbach und seinen meditativen Klangschalen.

Nachdenklich machte die Lebensgeschichte des sympathischen Martin Iten. Packend erzählte er aus seinem Leben. Wie er schon als 12-Jähriger mit Drogen in Berührung kam und an diesen fast gestorben wäre. Durch verschiedene Umstände fand er zum Glauben und erfuhr, welche Kraft darin zu finden ist.

Nach dem Abendessen machten sich die Firmanden mit ihren Firmbegleitern in bester Stimmung mit Fackeln via Friherrenberg Richtung Jugendkirche auf, zu einem besinnlichen Gottesdienst. Samuel Staffelbach begleitete diesen mit wunderschönen Klängen. In einem feierlichen Ritual, überreichten die Eltern ihren Kindern die Taufkerze, und legten symbolisch die Verantwortung für deren weiteren Glaubensweg in ihre Hände.

Kath. Pfarramt
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